Tipps zur Antitranspiranten-Anwendung

Sascha Ballweg
16-09-2016 09:57

An dieser Stelle möchten wir die häufigsten Anwendungsfehler bei der Benutzung von Antitranspiranten gesammelt darstellen und um Tipps ergänzen.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und beachten Sie diese Punkte genau, um eine größtmögliche Reduktion des Schwitzens bei gleichzeitig bester Hautverträglichkeit zu gewährleisten!

 

  1. Antitranspirante nur äußerlich anwenden!
  2. Reinigen Sie die betroffene Hautpartie vor der Anwendung!
    Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Haut vor einer Anwendung mit Antitranspiranten immer auf sanfte, aber effektive Art und Weise säubern, so dass die Poren und Ausgangskanäle der Schweißdrüsen möglichst frei von Talg, Fetten und anderen Rückständen sind.

    Tipp gegen Schwitzen im Gesicht: Hier produziert die Haut besonders viele Fette und Talg. Sanftes Peeling mit einem (im Vorfeld sorgsam gereinigten und gewaschenen) "Mikrofastertuch" öffnet die Poren und entfernt die meisten Mitesser und Rückstände. So gelangt das Antitranspirant auch dorthin, wo es hin soll – in den Ausgangskanal der Schweißdrüse.

    Nach der Reinigung lassen Sie die Achseln unbedingt vollständig trocknen, bevor Sie Ihr Antitranspirant auftragen. Vermeiden Sie starkes Rubbeln mit einem Handtuch, sondern tupfen Sie die Haut lieber trocken. Als praktikabel hat sich notfalls auch kühlende Luftzufuhr über einen Fön herausgestellt. 
  3. Verwenden Sie Antitranspirante immer nur abends, als letzte Tat des Tages!
    Benutzen Sie Ihr Antitranspirant am besten ganz am Ende des Tages, wenn möglich in entspannter Atmosphäre, bereits im Bett liegend. Am Abend schränkt der Körper den Stoffwechsel ein und der Schweißfluss wird reduziert. Dies schafft eine möglichst trockene Situation, in der das Antitranspirant optimal auf die Schweißdrüsen einwirken kann und nicht direkt wieder "ausgewaschen" wird.

    Sollten Sie auch im Bett liegend noch schwitzen, versuchen Sie folgenden Trick: Stellen Sie sich Ihren Wecker auf einen Zeitpunkt in der Nacht, zu dem Sie normalerweise bereits schlafen (und das Schwitzen dadurch normalerweise automatisch reduziert ist). Tragen Sie das Antitranspirant auf und schlafen Sie weiter.

    Eine Anwendung am Morgen oder während des Tages macht nur dann Sinn, wenn Sie sich dadurch besser und sicherer fühlen. Hier würde jedoch eher ein psychologischer Aspekt zur Schweißreduktion beitragen.
  4. Benutzen Sie so wenig Antitranspirant wie möglich!
    Bei Achselschwitzen reicht zum Beispiel ein einziger (!) Tropfen pro Achselhöhle vollkommen aus. Sollte sich auch das als zu viel herausstellen, kippen Sie die Flasche leicht an, bis sich ein wenig der Flüssigkeit auf dem Flaschenkopf sammelt. Fahren Sie mit der Fingerkuppe über den Flaschenkopf und nehmen Sie so die Flüssigkeit auf. Verteilen Sie diese in einem kleinen Bereich in der Mitte der Achselhöhle. Beachten Sie unbedingt auch den nachfolgenden Hinweis ...

  5. Behandeln Sie nur die Hautpartien, die auch Schweiß absondern!
    Um beim Beispiel Achselschwitzen zu bleiben, ist dies ein ca. 2 Euro-Stück großer Bereich in der Mitte der Achselhöhle. Alle weiter außen liegenden Bereiche der Achseln müssen nicht behandelt werden. Im Außenbereich der Achseln tritt auch die größte Bewegungsreibung auf, was in Verbindung mit einem Antitranspirant zu unnötigen Reizungen führen kann.
  6. Planen Sie spürbare Reaktionen der Haut ein!
    Der Vorgang der Verpropfung der Ausgangskanäle der Schweißdrüsen ist ein chemischer Prozess, der in vielen Fällen spürbar vonstatten gehen wird. Stellen Sie sich also am besten darauf ein und sorgen Sie für Ablenkung (z. B. ein gutes Buch).

    Der Vorgang der Pfropfbildung dürfte dabei in den ersten 15 Minuten am deutlichsten spürbar sein. Wenn Sie diese Viertelstunde aushalten, gewährleisten Sie eine optimale Wirkung Ihres Antitranspirants.
  7. Verwenden Sie nur Antitranspirante mit hautpflegenden Zusatzstoffen!
    Sollten die in Punkt 3 beschriebenen Reizungen nicht auszuhalten sein oder Sie einfach stören, empfehlen wir unser reizreduziertes Antitranspirant AHC sensitive sowie die hautpflegende Nutric Lotion. Diese beruhigt die Haut und kühlt in Sekunden…
  8. Vermeiden Sie Sprühflaschen oder Deoroller (RollOns) für das Auftragen des Antitranspirants!
    Der beherzte Druck auf den Spühkopf des Antitranspirant-Sprays oder das mehrfache Auftragen über den Roller der RollOn-Flasche führt in vielen Fällen zu spürbar unangenehmen Hautreizungen (Jucken, Brennen, Pieksen). Besser ist es, wenn Sie das Antitranspirant über die Fingerkuppe sanft auf die betroffene Stelle aufmassieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung eines Wattebauschs oder eines Wattepads. In diesen Fällen müssen Sie jedoch damit rechnen, dass verhältnismäßig viel Antitranspirant im Trägermaterial verbleibt und somit vergeudet wird.

    Wenn Sie Hände und Füße behandlen wollen tropfen Sie 2 – 3 Tropfen auf die Handinnenfläche und reiben Sie das Antitranspirant mit den Händen auf die Fußsohlen ein. Hierbei erreichen Sie eine optimale Verteilung und behandeln gleichzeitig Schweißhände und Schweißfüße.

  9. Planen Sie Anwendungsintervalle und reduzieren Sie die Anwendung schnellstmöglich!
    Sie benutzen Ihr Antitranspirant gerade einmal 3 Tage und sind schon trocken? Sehr gut – genau so wie Ihnen geht es den meisten Anwendern! Es wäre jetzt jedoch ein Fehler die Anwendung einfach jeden Abend weiterzuführen. Stattdessen sollten Sie versuchen Anwendungspausen einzulegen. Lassen Sie ruhig einmal testweise einen Abend aus. Sind Sie am Folgetag noch immer trocken pausieren Sie einen weiteren Abend.

    Bei den meisten Anwendern ist es problemlos möglich, Anwendungspausen über 2 – 3 Tage einzulegen, so dass das Antitranspirant nur noch 2 – 3 Mal pro Woche angewendet werden muss.

    Keine Sorge: Fangen Sie einfach mit kurzen Anwendungspausen an. Vielleicht lassen Sie testweise einfach einmal einen Abend am Wochenende aus? Wenn Sie merken, dass sich die Wirkung nicht großartig verschlechtert hängen Sie einfach einen weiteren Abend an. Dann benutzen Sie das Antitranspirant wieder und lassen beim nächsten mal 3 Abende aus Sie oder fügen innerhalb der Woche noch eine weitere Anwendungspause ein. Dieses Prinzip wird auch bei Ihnen sicher funktionieren und festigt die Wirkung!

  10. Eine ununterbrochene, durchgehende Anwendung verbessert nicht die Wirkung!
    Ergänzend zum vorhergehenden Punkt, hier noch einmal einer der wichtigsten Feststellungen: Die Reduktion der Anwendungsintervalle verbessert die Wirkung, nicht umgekehrt! Was paradox klingen mag, ist ein Erfahrungswert, den wir mit zehntausenden von Kunden sammeln konnten. Scheinbar ist es kontraproduktiv eine bereits optimal bestehende Verpropfung der Schweißdrüsen weiter zu behandeln. Hierbei wird ein bereits bestehender Pfropf aufgelöst und kann sich ggf. nicht wieder optimal festsetzen. Ein ordentlich gebildeter Pfropf im Ausgangskanal einer Schweißdrüse hält ca. 4 Tage und baut sich dann stückweise über bis zu 14 Tage ab. Dies führt dazu, dass einige Anwender ihr AHC-Antitranspirant nur alle 7 – 10 Tage anwenden müssen. Dies schont die Haut und gleichzeitig Ihren Geldbeutel
  11. Benutzen Sie die richtige Stärke für Ihr Schweißproblem!
    Ein Antitranspirant unter 20 % Anteil des Basiswirkstoffs Aluminiumchlorid wird gegen übermäßiges Hand- oder Fußschwitzen in den meisten Fällen eher wenig bringen. Umgekehrt macht es in den meisten Fällen wenig Sinn auch starkes Achselschwitzen mit einem Antitranspirant zu behandeln, das mehr als 20 % Aluminiumchlorid enthält.

    Versuchen Sie es bei Achselschwitzen also immer zuerst mit einem möglichst sensitiven Produkt und steigern Sie den Aluminiumanteil nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit einem Fachmann. Fragen Sie uns gern… !
  12. Haben Sie Geduld – nicht in jedem Fall kann Schwitzen in Tagen beseitigt werden!
    Nicht selten treffen wir auf Anwender, die sich bei der Anwendung von Antitranspiranten selbst unter Druck setzen. Bereits nach der ersten Anwendung wird alle paar Minuten die Achselhöhle oder die Handfläche überprüft, ob das Schwitzen schon Vergangenheit ist. Ein solches Verhalten ist absolut kontraproduktiv, denn es erzeugt Stress, der nicht selten in einem vermehrten Schwitzen oder weiterem Körpergeruch mündet!

    Bitte versuchen Sie Geduld aufzubringen. Rechnen Sie von Anfang an damit, dass Ihr Antitranspirant mehrere Wochen brauchen kann, um seine Wirkung voll aufzubauen. Wenn es dann doch deutlich schneller geht – wunderbar! Super! Aber kalkulieren Sie dies bitte nicht ein, sondern rechnen Sie eher mit einer längeren Anwendung bis zum Erreichen einer zufriedenstellenden Wirkung. Alles andere erzeugt Stress und dieser führt zu weiterem, verstärkten Schwitzen.

    Versuchen Sie also entspannt und doch hoffnungsvoll in ein neues, schweißreduziertes Leben zu starten :-) Denn das Prinzip, nach dem AHC wirkt, ist ebenso einfach wie auch effektiv. Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise empfehle ich Ihnen meinen folgenden Videoratgeber…

 

Tags: anwendung, nebenwirkung, ratgeber, tipps, video
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