Unterdrücken Antitranspirante die Funktion der Schweißdrüsen?

Sascha Ballweg
15-09-2017 15:11

Die Funktion des Schwitzens zur Regulierung der Körpertemperatur wird durch AHC nicht beeinträchtigt!

Der Effekt von AHC-Antitranspiranten hat keine schädliche Auswirkung auf die Thermoregulation des Körpers. Zur Kühlung des Körpers sind die Schweißdrüsen unter den Achseln nicht relevant, da die Fläche unter den Achseln (etwa 1-2 % der Hautoberfläche) hierfür viel zu klein ist. Auch aufgrund der Lage der Schweißdrüsen in den Achselhöhlen, sind diese nicht zu einer Regulierung der Körpertemperatur geeignet, da der abgesonderte Schweiß an dieser Stelle nicht richtig verdunsten kann.

Solange ein Antitranspirant nicht großflächig am gesamten Körper eingesetzt wird, ist die Anwendung völlig unschädlich, da dem Körper noch genug Hautflächen zur Verfügung stehen, über die er Wärme abführen kann.

Wirkweise: Antitranspirante verengen die Ausgangskanäle der Schweißdrüsen und verschließen diese vorübergehend mit einem "Pfropf", der aus losen Hautschuppen, Schweiß und dem Antitranspirant-Fluid gebildet wird. Dieser "Korken" wird im Zuge der natürlichen Regeneration der Haut (ca. 7 Tage) automatisch wieder aufgelöst und abgestoßen. Die Haut wird also weder dauerhaft verstopft, noch veräzt oder sonstwie geschädigt. Der schweißreduzierende Effekt eines Antitranspirant ist ein rein physikalischer ("Schrumpfschlauch-Prinzip"/"Korken in Flasche"), die organische Funktion der Schweißdrüsen selbst wird nicht beeinträchtigt oder verändert.

 

Wie ein Antitranspirant genau funktioniert erklären wir in diesem leicht verständlichen Video: Ratgeber-Video: Antitranspirant Wirkungsweise ("Das Schrumpfschlauch-Prinzip")

 

Tags: nebenwirkung, wirkung
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